Welpentagebuch J-Wurf

 

9.Mai 2020

Der 62. Trächtigkeitstag. Die Nacht verlief völlig unauffällig und nichts deutete auf eine zeitnahe Geburt hin, auch fraß Holly mit gewohnt großem Appetit ihr Frühstück. Ich dachte noch bei mir: Na, ob es heute wohl was wird mit der Geburt und nahm den geleerten Napf um ihn wegzuräumen. Holly schaute mich an, buckelte und fing das Pressen an. Innerhalb kürzester Zeit war bereits der erste Welpe um 6:57 Uhr mit einem Geburtsgewicht von 334 Gramm geboren. Der zweite Welpe folgte bereits um 7:00 Uhr. Danach legte Holly erst einmal eine Pause ein und versorgte ihre beiden neugeborenen Kinder. Um 8 Uhr ging es weiter, Welpe Nummer 3 wurde geboren, gefolgt von Welpe Nummer 4 um 8:03 Uhr.

Wunder der Natur, ein Welpe wird geboren

So freuen wir uns nun über 2/2 proppere, vitale blue merle Welpen. Holly kümmert sich sehr hingebungsvoll um ihren Nachwuchs und wir freuen uns sehr auf die kommende Welpenzeit.

10.05.2020

Unsere J-chen sind jetzt 24 Stunden alt, der Mutter mit ihren Kindern geht es sehr gut und die Welpen haben bereits auch schon alle zugenommen. Heute morgen war Holly kurz draußen um sich zu lösen, danach verputzte sie ihr Frühstück (die Zeit nutze ich immer um den Wurf zu wiegen und genauer zu kontrollieren) um danach schnell wieder zu ihren Kindern zu kommen und diese zu säugen. Danach lag die kleine Familie eng beieinander und alle schliefen glücklich, satt und zufrieden.

Unsere ungarischen Pfefferkörner:

 

11.05.2020

Unsere Holly verhält sich absolut souverän, sie ist völlig entspannt, dreht auch gelassen ihre noch kurzen Runden auf unserem Grundstück, um sich dann wieder ganz ihrer Mutteraufgabe hin zu geben. Ich habe das Gefühl sie ist rundum zufrieden und genießt ihr Mutterdasein. Und so verhalten sich auch ihre Kinder, die Lautäußerungen klingen zufrieden und die meiste Zeit herrscht absolute, zufriedene Stille in der Wurfkiste. Meine Aufgaben halten sich noch sehr in Grenzen, täglich kontrolliere ich bei Holly ihre Körpertemperatur und ihr Gesäuge, die Welpen werden gewogen -alle nehmen weiterhin zu- und das Wurflager wird einmal sauber gemacht. 

Die Nabelstümpfe sind  abgetrocknet und auch bereits abgefallen. 

Bei der Geburt sind die Pfotenballen und Nasenspiegel hellrosa und pigmentieren jetzt nach und nach durch. Ebenso vertiefen sich die lohfarbenen Abzeichen erst im Laufe der Zeit. Es kommt also noch etwas Farbe ins Spiel :-)

  

12.05.2020

So klein, jung und doch recht hilflos die Welpen jetzt noch erscheinen, so schnell geht ihre Entwicklung voran. Wurde anfangs noch nicht sofort das mütterliche Gesäuge gefunden, so sind die Kleinen jetzt schon recht zielsicher unterwegs. Lagen sie anfangs noch recht unbeholfen in der Wurfkiste, verfeinern sich die Schlafpositionen und es wird die bequemste Variante gewählt.

  

Heute Morgen hat der erste Welpe gegähnt, immer wieder ein entzückendes Erlebnis.

14.05.2020

Nach wie vor werden die Welpen regelmäßig gewogen um zu kontrollieren, ob es dem Wurf gut geht und auch alle zunehmen. Wir sind mit den Zunahmen absolut zufrieden und die Welpen sehen propper und zufrieden aus.

 

In der Wurfkiste ist eine angenehme Ruhe, die Welpen saugen und schlafen und in den sehr kurzen Wachphasen sind bereits, mit etwas Phantasie, auch erste bell- und knurrartige Laute zu vernehmen. Lagen die Welpen in der ersten Zeit sehr eng an die Mutter gekuschelt und warm unter ihren Oberschenkeln verborgen, so liegen sie nun auch sichtbar in Körperkontakt zu der Mutter um sie herum verteilt.

15.05.2020

Die Entwicklung der Motorik geht wirklich rasant, robbten die Welpen anfangs zur Fortbewegung auf dem Bauch, so fangen sie jetzt bereits an die ersten Schritte auf ihren Beinchen zu machen, eine geregelte Fußfolge ist dabei noch nicht zu erkennen, alles sieht noch recht unkontrolliert und wackelig aus und oft fallen die Welpen nach wenigen Schritten noch um.
Und noch etwas ist dazu gekommen: Die J-chen fangen an sich mit den Hinterpfötchen am Köpfchen an zu kratzen.
 
Unübersehbar vollgefuttert
 
16.05.2020
 
 
Heute sind die Welpen bereits eine Woche alt. Jeder gesunde Welpe durchläuft Entwicklungsphasen. Wie von Zauberhand dirigiert, optimieren sich körperliche und psychische Fähigkeiten. Das ist kein Zufall, sondern das Wunder eines genetischen Programms, das die Natur für Hunde vorgesehen hat.
 
Die erste und zweite Lebenswoche bilden die erste Entwicklungsphase – auch neonatale Phase genannt. In dieser Zeit ist der Körper des Welpen auf das Erspüren von Wärme ausgerichtet und der Kopf pendelt bei Bewegungen leicht hin und her. Beides ist wichtig für das Überleben des schutzbedürftigen Neugeborenen. Auf der Suche nach Körperwärme bleibt er in der sicheren Wurfkiste, wo es zwischen den Geschwistern herrlich kuschelig ist. Die Pendelbewegungen des Kopfes helfen beim Finden der mit Milch gefüllten Zitzen und sind somit eine Grundvoraussetzung für das Überleben. Doch der eigentliche Wegweiser ist der Geruchssinn. Denn der ist – ebenso wie der Geschmackssinn – bereits jetzt ausgebildet. An der Gesäugeleiste der Mutterhündin wird ein Pheromon gebildet, das bereits im Fruchtwasser vorlag. Da der Nachwuchs schon in der Gebärmutter riechen kann, erkennt er diesen Duft draußen sofort wieder.
Quelle: vdh.de
 
 
18.05.2020
Holly verlässt jetzt auch schon mal ihre Kinder in der Wurfkiste um die Kleinen auch mal eine etwas längere Zeit allein zu lassen. Dabei ist sie stets in unmittelbarer Nähe zur Kinderstube und behält ihre Kinder  genau im Auge, sobald eines qukäckt ist sie sofort zur Stelle um zu Schauen ob auch wirklich alles in Ordnung ist. Die Nächte verbringt sie nach wie vor noch komplett bei ihren Kindern.
 
  
 
19.05.2020
 
Der erste Welpe hat heute die Augen geöffnet. Es sind immer wieder ganz besondere Momente in der Welpenaufzucht die mir jedes Mal wieder mein Herz öffnen. Jetzt bekommen die J-chen ein Gesicht. Anfangs können die Welpen mit diesen neuen Sinneseindrücken noch nicht viel anfangen, das Sehen muss erst erlernt werden. Aber für uns ist es doch etwas ganz anderes, unseren J-chen nun wirklich in die Augen schauen zu können.
Vorsicht, an alle, die hier den Wurf weiterhin verfolgen: Es besteht ab sofort absolute Gefahr eines Zuckerschocks und sein Herz zu verlieren!
 
Regelmäßig setze ich mich zu den Welpen in die Wufkiste um sie auf dem Arm zu halten und sie zu streicheln. Damit lernen die Kleinen direkt den menschlichen Körperkontakt und menschlichen Geruch als angenehm zu empfinden.
 
21.05.2020
 
Die beiden Jungs haben jetzt ganz deutlich die Augen geöffnet, allerdings sieht man dies immer nur in den kurzen Wachphasen nach dem Säugen. Fotos dazu gibt es noch keine, weil wir in der wundervollen, kurzen Zeit der Aktivität lieber kopfüber in der Wurfkiste hängen und uns von den Welpen die Nase küssen lassen, als zu dokumentieren.
Mittlerweile habe ich die Krallen der Welpen das erste Mal gekürzt, die Kleinen sind mittlerweile am Gesäuge schon recht massiv und ein "Entschärfen" der Krallen ist notwendig um der lieben Holly das mütterliche Gesäuge zu schonen. Alle waren ganz brav und haben die Maniküre einfach verschlafen.
 
22.05.2020
 
Da die Welpen so gewachsen sind, wird es eng an der Milchleiste und so geht Holly teilweise dazu über und säugt ihr Quartett im sitzen. Da müssen die Kleinen sich nun auch einmal anstrengen und sich recken und strecken im Körper und mit den Füßchen gut abstützen um an ihre Mahlzeit zu gelangen.
  
Die Kleinen lieben es mittlerweile ein bequemes Kopfkissen zum schlafen zu haben, bevorzugt werden Mamas Beine oder auch die Körper der Geschwisterchen.
 
23.05.2020
 
Heute sind die Welpen bereits 2 Wochen alt. Es ist für mich bei jedem Wurf immer wieder faszinierend was die Natur vollbringt und wie rasant die Entwicklung der Welpen vonstatten geht. In den immer noch sehr kurzen Wachphasen nehmen die Welpen mittlerweile bereits auch Kontakt zu ihren Geschwistern auf. Ich habe das Gefühl, dass sie ihre Umwelt immer besser wahrnehmen und mit Neugierde die ersten, bewussten Eindrücke aufnehmen. In den ersten zwei Wochen sorgen wir für absolute Ruhe rund um das Wurfzimmer, das wird sich nun etwas ändern, der Staubsauger kommt zum Einsatz, hin und wieder läuft leise das Radio im Hintergrund; alltägliche Geräusche und Aktivitäten rund um das tägliche Leben lassen wir nun mit in den Welpenalltag einfließen, aber trotzdem sehr dosiert, denn Welpen brauchen auch noch viel Ruhe und Schlaf. Je mehr positive, unterschiedliche und ganz selbstverständliche Erfahrungen sie machen, um so leichter werden sie es später im Alltag außerhalb ihrer Kinderstube haben.
 
Und noch etwas hat sich geändert, benötigten die J-chen anfangs noch die mütterliche Zunge um ihre Ausscheidungen absetzen zu können, so können sie sich jetzt bereits selbsttändig lösen. Holly übernimmt aber immer noch ihre pflegerischen Aufgaben. Überhaupt sind wir mit ihr als Mutter sehr zufrieden, sie hat alles völlig selbstständig und selbstverständlich erledigt, was wünscht ein Züchter sich von einer Zuchthündin mehr?
 
Wir verbringen nun auch immer mehr Zeit in der Wurfkiste um mit den Hundekindern zu schmusen, was sie sichtlich genießen und auf unserem Arm oder unserem Schoß einschlafen.
  
 
Heute habe ich erstmals die Welpen aus der Wufkiste genommen um den Wurfkistenboden einmal komplett sauber und trocken zu wischen. Zuvor hatte ich die Welpen dazu immer in einem separaten Körbchen, was nun aber merklich zu eng wird. Die J-chen schwärmten direkt neugierig aus und der erstgeborene Rüde wollte auch direkt mehr von der Welt erleben. Der Wurf ist heute genau 2 Wochen alt, wir hatten noch keinen Wurf, der in seiner Entwicklung in diesem Alter so weit war. Spook hat sich ganz bewusst und mehrfach auf die Hinterbeine gestellt um die Lage neugierig zu überblicken! Gut, dass mein Handy in Reichweite war und ich es bildlich festhalten konnte....
 
 
25.05.2020
 
Die dritte Lebenswoche ist eine Übergangsphase und der zweite große Entwicklungsschritt im Leben eines Welpen. In diesen Tagen geschehen viele wunderbare Dinge: Die J-chen beginnen auf Geräusche zu reagieren und sich umzublicken, denn sie können nun hören und sehen. Auch die Wärmeregulation funktioniert nun ohne kuschelnde Wurfgeschwister. Ein Freifahrtschein für Abenteuertouren außerhalb des mütterlichen Nests. Kot und Urin werden aus eigener Kraft abgesetzt und die Muskelkoordination verbessert sich. Höchste Zeit, für erste neugierige Schritte in die Umwelt. Schließlich gibt es dort viel Spannendes zu entdecken. 
  
 
28.05.2020 
 
Die Wachphasen werden länger (3-5 Minuten), die Zwerge beginnen zu spielen. Da wird die Schwester herzhaft in die Nase oder ins Bein gebissen, man kaut auf Mamas Ohren herum, nuckelt an der eigenen Pfote und lutscht an der Wurfkisteneinlage. Wenn verfügbar, werden gern auch Menschfinger oder Menschennasen angekaut.
 
29.05.2020 
 
Die Welpen lösen sich nun eigenständig, die pflichtbewusste Holly sorgt aber nach wie vor für Sauberkeit in der Wurfkiste.
Ich habe bereits die Dinge für die Geburt und die Erstausstattung wieder weggeräumt und dafür die Dinge geholt, die ich in nächster Zeit benötigen werde.
Auch wird jetzt so langsam der Umzug aus unserem Schlafzimmer in das Welpenzimmer vorbereitet.
 
30.05.2020
 
Heute ist der J-Wurf bereits 3 Wochen alt, die Canini fangen an durchzubrechen und wir haben heute damit begonnen die Welpen mit Tatar anzufüttern. Auf den Geschmack gekommen, waren die Kleinen dann auch ganz gierig und aufgeregt, es kamen bereits kleine Raubtiere in ihnen durch ;-) Das erste Anfüttern aus der Hand stärkt bereits die enge Bindung zum Menschen und ist für uns und unsere Welpen immer wieder ein schönes Erlebnis.
  
 
31.05.2020
 
Die Kontaktaufnahmen und das erste gemeinsame Spielen werden nun immer intensiver, Unmutsäußerungen in Form von Knurren immer deutlicher, was den Spielpartner aber noch eher dazu anregt eins drauf zu setzen. Wie bei allen Jungtieren dienen diese Spiele auch bei unseren Welpen dazu, Bewegungsabläufe und Verständigungsmöglichkeiten auszuprobieren, zu verfeinern und somit auch die erste "Hundesprache" zu erüben.
 
 
 
01.06.2020
 
Die Welpen sind aus ihrer Wurfkiste im Schlafzimmer ausgezogen und in ein größeres Innengehege zentral im Wohnhaus eingezogen. Hier bekommen sie nun alles mit was zu einem gewöhnlichen Alltag dazugehört. Und, es bietet mehr Platz an, denn die J-chen fangen jetzt an aktiv zu werden.
Gestern wurden alle dann auch das erste Mal entwurmt, was alle auch sehr gut vertragen haben.
Auch stand bereits der erste "Freigang" auf dem Programm, bei herrlichem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen.
Ein sehr ereignisreiches Wochenende liegt nun hinter uns.
   
 
07.o6.2020
 
Vorab, der Mutter und ihren Welpen geht es nach wie vor gut! Das Welpentagebuch kam ewas ins Stocken, weil unsere Annie krank war und versorgt werden musste, wir ein neues vierbeiniges Familienmitglied begrüßen durften, und weil unser Guinness Besuch hatte. 
 
Die J-chen fressen mittlerweile ihren Tatar schon ganz selbstverständlich von einem flachen, bruchsicheren Teller, im Nu ist alles verputzt und sauber geleckt.
Auch waren bereits die ersten zukünftigen Besitzer hier, um unser Kleeblatt live zu erleben. Es ist wirklich jedes Mal wieder schön Menschen zu erleben, wie entzückt und begeistert sie beim ersten Zusamentreffen mit unseren Welpen reagieren.
 
08.06.2020
 
Am Wochenende hatten die Welpen ihre ersten Besuche, wir durften in viele strahlende Gesichter schauen.
Gestern Abend gab es dann zusätzlich zu der morgendlichen Tatarmahlzeit den ersten Brei. Die Welpen waren begeistert und schleckten und schmatzten was das Zeug hielt.
 
Um den 21. Lebenstag herum beginnt die Sozialisationsphase. Bis zur 12. oder 14. Lebenswoche erstreckt sie sich und hält Züchter und später auch den neuen Besitzer des Welpen ganz schön auf Trab. Denn in dieser Phase bildet sich die Basis für das zukünftige Verhalten des Hundes. Lernt der Welpe jetzt, in angemessenem Maß und unter sicheren Bedingungen, viel kennen, profitiert er ein Leben lang davon. Zwischen der dritten und fünften Lebenswoche sind Welpen auffallend angstfrei. Das hat nicht etwa mit dem Übermut einer unreifen Rasselbande zu tun, sondern mit der körperlichen Entwicklung. In dieser Zeit beherrscht der Bereich des Nervensystems das Stimmungsbarometer, der für Entspannung zuständig ist und die erregungsbedingte Beschleunigung des Herzschlags verhindert. Reize, die Welpen nun kennenlernen, werden auch zukünftig mit Entspannung verknüpft. Sie sind ein wichtiger Teil der Geborgenheitsgarnitur, die dafür sorgt, dass sich der Hund wohl und sicher fühlt, sobald diese Reize vorhanden sind. Hunde, die aus Hausaufzuchten stammen, empfinden häusliche Reize als beruhigend und gewöhnen sich schneller daran, alleine im Haus zu bleiben.
Quelle: vdh.de
 
10.06.2020
 
Die Welpen werden von Tag zu Tag größer und entdeckungsfreudiger! Die Umrandung des ersten kleinen Innenauslaufs wird bald zu niedrig sein und wir werden den Welpen dann auch den gesamten Innenauslauf zur Verfügung stellen. Zudem wird es Zeit, auch drinnen für Neuerungen zu sorgen und so wird der Innenauslauf täglich mit neuen Spielsachen bestückt. Ein Stückchen Raschelfolie sorgt schon selbstverursachte Geräusche, ebenso die Rassel im Ball, die Welpen nehmen die Alltagsgeräusche im Haushalt als etwas völlig Normales wahr. Die Motorik entwickelt sich bei den Welpen schnell und verfeinert sich täglich weiter, aus den anfänglich ersten, unbeholfenen Hopsern werden kleine Galoppsprünge, man kann inzwischen Geschwister und Mutter spielerisch anspringen und auch der Züchter wurde bereits "attackiert".
 
11.06.2020
 
Unser Kleeblatt möchte jetzt die Welt entdecken und wir werden jetzt nach und nach den überdachten sowie den Freilandauslauf mit Gegenständen bestücken, die erkundet und erobert werden können. Das fördert die geistige Entwicklung und hilft dem Welpen später, mit ihm unbekannten Situationen besser und einfacher zurecht zu kommen. Im Agilitytunnel lernen sie bereits spielerisch ins Dunkle zu laufen, im Alltag ist dies zum Beispiel vergleichbar mit einer Unterführung. Die Gitterelemente werden ebenso völlig problemlos betreten und wenn die späteren Besitzer an dieser Vorarbeit anknüpfen, werden die Hunde mit diesen Untergründen mit hoher Wahrscheinlichkeit nie Probleme bekommen.
Und unsere Hundekinder lernen bereits auch die erste "Fremdsprache" kennen, denn wie bei allen unseren Würfen sind ab jetzt auch unsere Katzen mit von der Partie bei der Welpenprägung und Erziehung im Umgang mit Samtpfoten.
    
Weiterhin verschlafen unsere Welpen aber noch den größten Teil des Tages und das ist für so junge Hunde auch enorm wichtig um das Erlebte verarbeiten zu können.
 
Die Zuchtbuchnummern stehen fest und auch bereits die Namen der beiden Hündinnen:
VDH-DCC 13639 Jagger McBlue aus dem Boltenmoor *Làngos*
VDH-DCC 13640 Justin McBlue aus dem Boltenmoor *Otis*
VDH-DCC 13641 Jewel McBlue aus dem Boltenmoor
VDH-DCC 13642 Joy McBlue aus dem Boltenmoor
 
13.06.2020
 
Weitere Besuche liegen hinter uns, Holly präsentiert dabei stolz ihren Nachwuchs und lässt es sich nicht nehmen selbst Streicheleinheiten abzuholen.
Heute Morgen gab es die erste Mahlzeit in Form von hochwertigen, in Wasser eingeweichten Trockenfutter. Die kleine Bande lernt jetzt nach und nach ganz verschiedenes Futter bei uns kennen.
 
Der Außenauslauf wird weiterhin erkundet und dabei werden die Welpen immer mutiger und ihr Erkundungsradius erweitert sich.
Joy testet die kleine Wippe:
   
 
16.06.2020
 
Die Körperbeherrschung wird nach wie vor täglich besser. Die Zwerge werden schnell beim Laufen, auf kurzen Strecken (sprich: wenige Meter) halten sie mit einem gehenden Menschen schon locker mit und tauchen damit unversehens dort auf, wo man am wenigsten mit ihnen rechnet. Sie nutzen zur Fortbewegung immer öfter den Galopp und die Hopser werden jetzt bewusst und präziser beim Spielen eingesetzt. Die Welpen fordern sich gegenseitig zum Spiel auf, die ersten wilden Verfolgungsjagden finden statt, dabei wechselt es ständig, wer Wolf und wer Hase ist.
 
Weil heute der Rasen so extrem nass ist, hat die kleine Gesellschaft einen Ausflug auf unseren Hof unternommen, um auch einmal ein ihnen unbekanntes Gelände mit einer anderen Geräuschkulisse zu erleben. Alle waren sehr neugierig und so wurde alles Neue auch direkt erforscht. Auch habe ich die Gelegenheit genutzt, ihnen den Zugang zu ihnen fremden Räumlichkeiten zu schaffen. Danach wurde erst einmal wieder ausgiebig und tief geschlafen, neue Eindrücke ermüden die Kleinen immer ungemein. 
   
 
17.06.2020
 
Hochsommerliche Temperaturen, was bietet sich da mehr an, als den Welpen Wasserspiele anzubieten!? Der Spaßfaktor ist natürlich auf allen Seiten groß... Dieses und weitere Bilder befinden sich im Fotoalbum.
 
 
19.06.2020
 
Der Futterplan der Welpen wird bei uns recht vielseitig gehalten. Grundlage ist ein hochwertiges Welpenfutter und vorsichtig erweitern wir ihn dann mit verschiedenste Futtersorten und Arten. Wie bei jedem unserer Würfe fressen die Geschwister gemeinsam aus ein bis zwei Näpfen, das stärkt die soziale Bindung und fördert auch das zügige Fressen und beugt Mäkeleien vor. Selbstverständlich überwachen wir die Fütterung!
  
 
21.06.2020
 
So oft es geht lassen wir die Welpen nach draußen und das sind die ersten Ansätze zur Sauberkeitserziehung. Dabei lernen die Zwerge nicht nur die richtige Toilette kennen, sondern erfahren auch, dass man bei Morgentau nass werden kann, und dass es abends dunkel wird.
 
22.06.2020
 
Das Kleeblatt benutzt nachts immer zuverlässiger die Innentoilette und auch draußen erledigen sie ihre Geschäfte immer mehr auf der Grünlandfläche, manchmal geht morgens noch ein Bächlein, auf dem Weg in den Außenbereich, auf die Terrasse, der Welpe hat es dann einfach nicht mehr weiter geschafft einzuhalten.
Neben viel menschlichem und unserem kätzerischen Besuch, kommt jetzt auch die Collieverwandtschaft aus dem eigenen Haus hin und wieder zu Besuch. Unsere liebe Baylee hat sich direkt auch mit ins Geschehen eingebracht und so ging es der Reihe nach gesittet durch den Tunnel.
 
 
23.06.2020
 
Das Wohnhaus wird jetzt erkundet. Die Welpen hatten einen riesen Spaß daran um unsere Badewanne zu flitzen, am Fliegenvorhang zu ziehen und einfach nur Neues zu erkunden, der Entdeckerdrang ist wirklich enorm in dem Alter. Unser Kleeblatt macht sich wirklich gut, ich bin sehr zufrieden mit dem Quartett!
  
 

Sammeln von Eindrücken

Welpen sollten während der Sozialisationsphase viel lernen, allerdings sind Übertreibungen zu meiden (die Dosis macht das Gift!). Ansonsten kommen die Hunde angesichts der nicht enden wollenden Reizflut nicht mehr zur Ruhe. Wichtig: Die aktiven Phasen des Welpen nutzen und immer in kleinen Schritten vorgehen. Zu lernen gibt es genug: Andere Hunde, fremde Menschen, unbekannte Haustiere, Autos, Autofahren, die Tierarztpraxis, Kinder, unterschiedliche Bodenbeläge, das Brummen des Staubsaugers, Radios, Fernseher, Aufzüge und viel mehr sollte nun auf dem in viele kleine Schritte unterteilten Trainingsplan stehen. Ziel des Ganzen ist ein selbstbewusster Umgang mit unterschiedlichen Situationen und Bindungsfähigkeit. Beides sind wichtige Voraussetzungen für ein harmonisches Zusammenleben von Mensch und Hund.

Vorsicht vor Neuem

Markante Punkte dieser Entwicklungsphase sind neben dem plötzlichen Aufkommen von Durchsetzungsvermögen gegenüber den Wurfgeschwistern, einer Facette des Aggressionsverhaltens, auch erste Anzeichen von Angst. Dabei ist Angst hier nichts Negatives, sondern der sinnvolle Gegenspieler neugierigen Erkundungsdrangs, der mit der fünften Lebenswoche einsetzt. Sie schützt den Welpen vor Risiken und wird ihn ein Leben lang als stiller Berater begleiten.
Quelle:vdh.de
 
29.06.2020
 
Wir waren mit unseren J´s zur Augenuntersuchung, alle vier sind frei von erblichen Augenerkrankungen. Auch wurde der Wurf bereits geimpft, da aktuell bei uns wieder neue Bestimmungen wegen des Corona-Virus zu befürchten sind, und wir den planmäßigen Auszug des Wurfes dadurch nicht gefährden möchten (laut Zuchtordnung des DCC darf der Wurf nur geimpft abgenommen werden!).
 
Der Wurf hatte jetzt jeden Tag Besuch, Menschen sind für unser Kleeblatt etwas Selbstverständliches geworden und sie genießen die volle Aufmerksamkeit, die ihnen geschenkt wurde, sehr.
 
So allmählich wird ihnen der Welpenauslauf auch zu langweilig, die Kleinen möchten die Welt immer weiter entdecken.
 
02.07.2020
 
Mittlerweile ist es ziemlich turbulent und die kleine Truppe hält mich ziemlich auf Trab. Schliefen sie anfangs viel und die Wachzeiten waren sehr kurz, hat sich dies jetzt komplett geändert.
Die Welpen spielen wilde Verfolgungsjagden, einer spielt dabei den Hasen und der Rest das böse Wolfsrudel, welches den Hasen unbedingt fangen möchte. Vergleichen kann man das mit dem Kinderspiel Räuber und Gendarm. Im Spiel wird für das spätere Leben geübt, es wird gerangelt und gezergelt, aufgelauert und angegriffen, gerangelt und gerauft, dabei kann man als Mensch stundenlang zusehen und sie an der Lebensfreude und dem Einfallsreichtum der Kleinen erfreuen. 06.07.2020 Eine ereignisreiche Woche liegt hinter uns. Emely hat sich dasNasenbein gebrochen, wir wissen nicht wo und wie es passiert ist, Emely war auch vom Verhalten her so wie immer. Am Donnerstag stellte ich eine nach innen gewölbte Vertiefung auf ihrem Vorgesicht fest und bin auch direkt zum Tierarzt mit ihr zum Röntgen gefahren. Auf dem Röntgenbild ist zweifelsfrei ein Knochenbruch zu erkennen, jedoch nicht, ob es ein pathologischer Bruch oder der eines Traumas ist. Um einen Tumor ausschließen zu können, haben wir uns dazu entschieden, Emely am Freitag ins MRT zu schicken um Gewissheit zu bekommen. GsD hat sich herausgestellt, dass der Knochenbruch aufgrund eines Unfalls basiert. Für Interessierte hier einmal die Bilder:
 
Am Samstag bin ich dann mit unserer Nachzuchthündin Irinchen (Wattebausch) nach Bad Helmstedt, um die für die Zuchtzulassung erforderliche Verhaltensüberprüfung zu absolvieren. Somit hat Wattebausch alle erforderlichen Vorraussetzungen und wird das Prädikat "zur Zucht empfohlen" erhalten.
Trotz all dieser Gegebenheiten konnten wir unsere J-chen trotzdem weiterhin bestens versorgen und auch konnten wir weiterhin Besucher empfangen. Unser fröhliches Kleeblatt nimmt bereits am normalen Alltag teil, wenn der Hof gefegt wird, die Plastikplane im Wind flattert oder die Mülltonne rappelnd zur Straße gebracht wird. Die Kleinen bereiten unglaublich viel Freude und wir genießen noch jeden schönen Augenblick mit ihnen.
Wenn das Quartett das Gelände unsicher macht, lasse ich mittlerweile hin und wieder im Hintergrund eine Geräusche CD laufen, so höhren sie bereits das Martinshorn (was bei diesem Wurf besonders wichtig ist ;-) ), Silversterknallerei und Kirchturmglockengeläut.
 
09.07.2020
 
Das letzte Foto wo der Wurf komplett zusammen auf einem Bild ist. Unser Quartett zieht jetzt nach und nach in seine neue Familie. Wir freuen uns, auch in diesem Wurf wieder so nette Käufer gefunden zu haben und dass wir auch in diesem Wurf "Wiederholungstäter" haben, bestätigt uns, nicht ganz falsch zu liegen mit unserer Philosophie zur Zucht und Aufzucht. Es war wieder eine sehr intensive und schöne Zeit, etwas Zeit mit den restlichen, verbliebenen Dreien, haben wir ja noch.